„In publizierten Texten ist das Scheitern meist ausgelöscht; die Ethnografin erzählt vor allem eine Erfolgsgeschichte. Die Produktivität, die auch im Scheitern liegen kann, wird selten anerkannt und der Reflexion unterzogen. Tatsächlich aber bestimmten Irritationen, Missverständnisse und Zufälle wesentlich den Forschungsprozess, denn sie zwangen mich, in nicht vorhersehbare Richtungen zu denken und den Gegenstand der Forschung immer wieder neu zu fassen.“ (Heike Behrend)
Im Rahmen der Reihe „relatifs“ stellt Heike Behrend ihre bei Matthes & Seitz erschienene Autobiografie „Menschwerdung eines Affen“ vor, die 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch ausgezeichnet wurde. Das Buch handelt von vier ethnografischen Forschungen, die sie seit den 1970er-Jahren in Kenia und Uganda durchgeführt hat und reflektiert zugleich die Geschichte der Ethnologie.
HEIKE BEHREND
Ethnologin
ANNE VON DER HEIDEN
HENNING ENGELKE
JULIA GRILLMAYR
Gastgeber*innen
Eine Veranstaltung der Kunstuniversität Linz, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster (Abteilungen Kulturwissenschaft sowie Kunst geschichte und Kunsttheorie) in Kooperation mit dem Kepler Salon.