Die Funktion und Relevanz der Klassenführung sind facettenreich und umfassen verschiedene Aspekte. Klassenführung wird als ein bedeutender Einflussfaktor auf die Unterrichtsqualität angesehen und spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau respektvoller Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden sowie bei der Leistungsentwicklung der Schüler:innen.
In diesem Projekt wird die Klassenführung aus verschiedenen Perspektiven untersucht, um ein umfassendes Bild der Herausforderungen und Erfolgsfaktoren zu erhalten.
Das Linzer Konzept zur Klassenführung (LKK) bildet den theoretischen Hintergrund zum Linzer Diagnosebogen zur Klassenführung (LDK), welche die Kategorien „Beziehung“, „Kontrolle“ und „Unterricht“ als die wesentlichen Komponenten der Klassenführung definieren. Der LDK ermöglicht eine differenzierte Erhebung der Selbst- und Fremdwahrnehmung verschiedener Lehrpersonengruppen hinsichtlich ihrer Klassenführungskompetenzen.
Befragt werden:
- Studierende der Wirtschaftspädagogik im Schulpraktikum 2
- Studierende des Lehramts Sekundarstufe
- Sondervertragslehrkräfte
- Quereinsteiger:innen
Durch den Vergleich der unterschiedlichen Gruppen sollen Unterschiede in der Wahrnehmung der eigenen Klassenführungsfähigkeiten sowie Abweichungen zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung sichtbar gemacht werden. Dabei stehen unter anderem folgende Fragen im Fokus:
- Wie bewerten Studierende und Lehrkräfte ihre Klassenführungskompetenzen im Vergleich zu Fremdwarhrnehmungen durch Schüler:innen?
- Welche Unterschiede bestehen zwischen den Gruppen hinsichtlich ihrer Klassenführungsstrategien?
- Welche Entwicklungspotenziale und Unterstützungsbedarfe lassen sich ableiten?
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, gezielte Maßnahmen zur Förderung von Klassenführungskompetenzen zu entwickeln und in der Ausbildung sowie der professionellen Entwicklung von Lehrkräften zu verankern.
Alle Teilnehmer:innen erhalten individualisierte Auswertungsberichte.