Di. 4.3.2025, 19:00 Uhr, Vision Schlägt Krise, Nadja Meisterhans
Di. 18.3.2025, 19:00 Uhr, Nahrung in der Krise, Ernst Langthaler
Mi. 2.4.2025, 19:00 Uhr, Ökosozialismus oder Barbarei?, Klaus Dörre
Eintritt frei, Gemeinderatssaal Ottensheim

Vortragsreihe: Vision schlägt Krise
Di. 4.3.2025, 19:00 Uhr, Vision Schlägt Krise, Nadja Meisterhans
Di. 18.3.2025, 19:00 Uhr, Nahrung in der Krise, Ernst Langthaler
Mi. 2.4.2025, 19:00 Uhr, Ökosozialismus oder Barbarei?, Klaus Dörre
Eintritt frei, Gemeinderatssaal Ottensheim
Ottensheim
Inst. für Angewandte Entwicklungspolitik
Zur Herausbildung utopischer Perspektiven
Nadja Meisterhans stellt als Ausgangsfrage, ob das Corona-Krisenmanagement autoritäre Begehren in der Gesellschaft verstärkt und zu einer neuen Form von Ideologie in Politik und Gesellschaft geführt hat. Aus dialektischer Perspektive betrachtet, könnten globale Krisen wie die Gesundheitskrise aber auch eine Chance für politische und gesellschaftliche Lern- prozesse bieten. Sie legt dar, unter welchen Voraussetzungen zivilgesellschaftliche Kritik zur Herausbildung utopischer Perspektiven beitragen kann.
Ihr Vortrag entwickelt theoretische Überlegungen im Horizont der Vielfachkrise: Dieser Rahmen ermöglicht Beschreibungen und Reflexionen sowohl der Ursprünge und Aus- wirkungen des autoritären Populismus, als auch von alternativen Wegen aus der autoritär- populistischen Krise der (neo-)liberalen Demokratie.
Hochschulprofessorin Mag.a Dr.in Nadja Meisterhans, Politikwissenschafterin an der Karls- hochschule/International University in Karlsruhe, Arbeitsbereich Politische Philosophie mit dem Schwerpunkt auf Global Governance, Zivilgesellschaft und Soziale Bewegungen. Aktuelles DFG-Forschungsprojekt mit dem Titel „Dialektik der Pandemie: Zwischen Autori- tarismus und Utopie?“
Was wir aus der Vergangenheit des Agrar- und Ernährungssystems für dessen Zukunft lernen können
Unser tägliches Essen hat einen schalen Beigeschmack bekommen: Abgeholzte Wälder, vergiftete Böden, aufgeheiztes Klima, gequälte Nutztiere, ausgebeutete Erntearbeitskräfte, verdrängte Bauernfamilien, wiederkehrende Lebensmittelskandale – all diese Probleme offen- baren die gegenwärtige Krise des globalen Agrar- und Ernährungssystems. Um Auswege zu finden, meint Prof. Langthaler, müssen wir zunächst begreifen, wie wir in diese Krise geraten sind. Damit rückt die Rolle von Landwirtschaft und Ernährung im globalen Kapitalismus seit dem 19. Jahrhundert in den Focus.
Universitätsprofessor Mag. Dr. Ernst Langthaler, Historiker und Professor an der Johannes Kepler Universität Linz, Vorstand des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltge- schichte mit den Schwerpunkten Agrar- und Ernährungsgeschichte, Regional- und Global- geschichte sowie qualitative und quantitative Methodologie.
Zur Utopie einer gerechten Weltordnung
Klaus Dörre stellt eingangs klar, dass Gesellschaften, die sich ihre Zukunft nur noch in dystopischen Szenarien vorstellen können, auf Dauer nicht überlebensfähig sind. Deshalb versucht er einen Entwurf einer Welt, mit einer Neujustierung der Nord-Südbeziehung im Sinne einer Utopie einer sozial gerechten Globalisierung. Dabei schlägt er eine Trias von Sozialismus, Utopie und Nachhaltigkeit vor. Eine Utopie, die ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit als Abwesenheit von Gewaltsamkeit begreift. Dörre fordert, das Moment utopischen Denkens zurückzuholen, als Denken des geschichtlich möglich Ge- wordenen: der konkreten Utopie, die er umrissartig in seinem Vortrag darlegen wird.
Universitätsprofessor Dr. Klaus Dörre, emeritierter Soziologe an der Universität Jena; Dörre hat das Jenaer Zentrum für interdisziplinäre Gesellschaftsforschung initiiert und mitge- gründet. Weiters ist Dörre ein Gründungsmitglied des Institut Solidarische Moderne.
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